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Hot Melt

Verpacken von Klebstoff (Hot Melt)

Hot MeltSchmelzklebstoffe, auch Hot-Melts genannt, sind lösungsmittelfreie und bei Raumtemperatur mehr oder weniger feste Produkte, die im heißen Zustand auf die vorgesehene Klebefläche aufgetragen werden.
Üblicherweise sind Hot-Melts thermoplastisch, d.h. sie können unter Wärme wieder gelöst und geschmolzen werden, haben also eine begrenzte Wärmefestigkeit.
Sie werden im festen Zustand (z.B. in der konventionellen Art in Blockform) angeliefert und mittels Schmelzgeräten bei Temperaturen zwischen 130°C und 200°C aufgeschmolzen und sofort mit dem anderen Klebepartner zusammengefügt. Die Festigkeit wird sehr schnell, unmittelbar nach Erkalten und Erstarren der Klebstoffe erreicht.

Die üblichen Produktgewichte, die auf der Beutelfüll-Anlage produziert werden, liegen zwischen 250 und 1.000 g. Klassische Anwendungen für Schmelzklebstoffe finden sich im Bereich der Hygieneindustrie (z. B. Windeln oder Binden), bei Brief- oder Buchumschlägen, im Bereich der Lebensmittelindustrie (Kartonagen und Etikettierung von Dosen und Gläsern) oder im Automobilbau.

Bei der Verpackung auf unserer kontinuierlich arbeitenden Beutelfüll-Anlage wird das verwendete Silikonpapier durch eine Flachfolie ersetzt, die auf der Anlage zu einem Schlauch gesiegelt wird. Somit ist der Klebstoff nach der Abfüllung mit einer Folie umgeben, die sich während des Aufschmelzens mit dem Produkt vermischt. Dies hat allerdings so gut wie keinen Einfluss auf die Verarbeitung oder die Klebeeigenschaften, da dieser Anteil unter 0,6 % liegt. Bei dieser Art der Verpackung, bei der die Produkte luft- und wasserfrei abgefüllt werden, entfällt die Verwendung von Silikonpapier und der Verpackungsabfall wird bei dem Endanwender auf Null reduziert.

Die Schwierigkeit bei der Verpackung von Schmelzklebstoffen liegt in der Produkttemperatur, die bei ca. 160° C liegt (mit Produkt-Viskositäten zwischen 2.000 und 30.000 mPas). Diese Temperatur liegt oberhalb der Schmelzpunkte der eingesetzten Flachfolien. Daher wird die Verpackungsfolie während des Füllvorganges bereits gekühlt und die fertigen Produkt-Pakete werden einem patentierten Kühlbad zugeführt. Dort erfolgt die weitere Abkühlung bis auf eine Kerntemperatur von z. B. 37° C. Nach Verlassen des Kühlbades sollte die an den Packungen verbliebene Restfeuchtigkeit z.B. mittels eines Gebläses entfernt werden. Sodann können die einzelnen Pakete der automatischen Endverpackung (Kartonierung und/oder Palettisierung) zugeführt werden.