Verpacken von Klebstoff (Hot Melt)

B_NF_5_500

Klebstoff in CHUB Verpackung

Schmelzklebstoffe, auch Hot-Melts genannt, sind lösungsmittelfreie und bei Raumtemperatur mehr oder weniger feste Produkte, die im heißen Zustand auf die vorgesehene Klebefläche aufgetragen werden.

Üblicherweise sind Hot-Melts thermoplastisch, d.h. sie können unter Wärme wieder gelöst und geschmolzen werden, haben also eine begrenzte Wärmefestigkeit.

Sie werden im festen Zustand (z.B. in der konventionellen Art in Blockform) angeliefert und mittels Schmelzgeräten bei Temperaturen zwischen 130°C und 200°C aufgeschmolzen und sofort mit dem anderen Klebepartner zusammengefügt. Die Festigkeit wird sehr schnell, unmittelbar nach Erkalten und Erstarren der Klebstoffe erreicht.

Die normalen Produktgewichte auf der Chub-Anlage liegen zwischen 500 und 1.000 g. Klassische Anwendungen finden sich im Bereich der Hygieneindustrie (z. B. Windeln oder Binden), bei Brief- oder Buchumschlägen, im Bereich der Lebensmittelindustrie (Kartonagen und Etikettierung von Dosen und Gläsern) oder im Automobilbau, so zum Beispiel EVA, PSA, SIS oder SBS-Hot-Melt.

Bei der Verpackung auf unserer kontinuierlich arbeitenden Beutelabfüllanlage wird das verwendete Silikonpapier durch eine Flachfolie ersetzt, die auf der Chub zu einem Schlauch gesiegelt wird. Somit ist der Klebstoff nach der Abfüllung mit einer Folie umgeben, die sich während des Aufschmelzens mit dem Produkt vermischt. Dies hat allerdings so gut wie keinen Einfluss auf die Verarbeitung oder die Klebeeigenschaften, da dieser Anteil unter 0,2 % liegt. Bei der Chub-Verpackungsmaschine, bei der die Produkte luft- und blasenfrei abgefüllt werden, entfällt die Verwendung des Silikonpapiers und der Verpackungsabfall wird bei dem Endanwender auf Null reduziert.

B_NF_7_500dt

Füll-, Verpackungs- und Kühlsystem

Die Schwierigkeit bei der Verpackung von Schmelzklebstoffen liegt in der Produkttemperatur, die bei ca. 160° C liegt (mit Produkt-Viskositäten zwischen 2.000 und 30.000 mPas). Diese Temperatur liegt oberhalb der Schmelzpunkte der eingesetzten Flachfolien. Daher wird die Verpackungsfolie während des Füllvorganges bereits gekühlt und die fertigen Produkt-Pakete werden einem patentierten Kühlbad zugeführt. Dort erfolgt die weitere Abkühlung bis auf eine Kerntemperatur von z. B. 37° C. Die einzelnen Pakete können nunmehr der automatischen Endverpackungen (Kartonierung und/oder Palettisierung) zugeführt werden.